Verantwortungsvolles Spielen
Glücksspiel soll Unterhaltung sein, kein finanzielles Werkzeug und keine Flucht vor Problemen. Auf dieser Seite findest du die wichtigsten Werkzeuge zur Selbstkontrolle sowie Kontakte zu Beratungsstellen in Deutschland, falls du oder eine nahestehende Person Hilfe benötigen.
Grundregeln für sicheres Spiel
Ein gesunder Umgang mit Glücksspiel beginnt mit klaren, im Voraus definierten Regeln. Wer erst im Spielverlauf über Limits nachdenkt, hat sie meist schon überschritten. Die folgenden fünf Regeln sind einfach, aber wirksam – wenn sie konsequent eingehalten werden.
- Setze ein festes Budget, bevor du eine Session beginnst – Geld, dessen Verlust dich nicht in Bedrängnis bringt.
- Definiere ein Zeitlimit und halte es ein. Nutze Weckerfunktionen des Smartphones.
- Jage keinen Verlusten hinterher. Verluste zurückzugewinnen zu wollen, führt statistisch zu größeren Verlusten.
- Spiele niemals unter Alkoholeinfluss oder in schlechter emotionaler Verfassung.
- Nimm regelmäßige Pausen und beobachte dein eigenes Verhalten aus Distanz.
Werkzeuge im Konto
Martin Casino stellt in den Kontoeinstellungen mehrere Instrumente zur Verfügung, die den eigenen Spielrahmen technisch absichern. Alle Einstellungen können jederzeit verschärft werden – Lockerungen greifen erst nach einer Karenzzeit von 24 bis 72 Stunden, um Impulsentscheidungen vorzubeugen.
- Einzahlungslimit: täglich, wöchentlich oder monatlich.
- Verlustlimit: begrenzt die maximale Netto-Verlusthöhe pro Zeitraum.
- Einsatzlimit: Höchsteinsatz pro Runde für Slots und Live-Casino.
- Session-Timer: automatische Erinnerung nach einer festgelegten Spieldauer.
- Reality-Check: Pop-up zeigt aktuelle Session-Bilanz an.
- Selbstausschluss: temporäre Kontosperre für 1 Tag bis 6 Monate oder dauerhaft.
Selbsttest – bin ich noch im grünen Bereich?
Die folgenden Fragen können ein erster Hinweis auf problematisches Spielverhalten sein. Wenn du drei oder mehr Fragen mit „Ja" beantwortest, empfehlen wir dringend das Gespräch mit einer Beratungsstelle:
- Spielst du länger, als du ursprünglich vorhattest?
- Verheimlichst du deine Spielaktivitäten vor Familie oder Freunden?
- Hast du Geld zurückgewinnen wollen, das du beim Spiel verloren hast?
- Spielst du, um Sorgen oder negative Gefühle zu vergessen?
- Hast du Kredite aufgenommen oder Rechnungen liegen lassen, um weiterspielen zu können?
- Kannst du an nichts anderes mehr denken als an das nächste Spiel?
Warnsignale erkennen
Problematisches Spielverhalten entwickelt sich meist schleichend. Typische Anzeichen sind steigende Einsätze, Verschweigen der Spielzeiten, Rückzug aus dem sozialen Umfeld und die Auflösung von Ersparnissen. Angehörige bemerken die Veränderungen oft früher als Betroffene selbst. Ein offenes, wertfreies Gespräch ist der erste Schritt zur Klärung.
Hilfsangebote in Deutschland
In Deutschland gibt es ein dichtes Netz professioneller, kostenfreier und anonymer Beratungsangebote. Der Anruf ist immer der wichtigste Schritt – die Beraterinnen und Berater sind speziell für Glücksspiel-Probleme geschult.
- BZgA – Beratungstelefon zur Glücksspielsucht: 0800 137 27 00 (kostenlos, anonym, Mo–Do 10–22, Fr–So 10–18 Uhr) – bzga.de
- Check-dein-Spiel: Online-Beratung und Selbsttests – check-dein-spiel.de
- Anonyme Spieler (GA) Deutschland: Selbsthilfegruppen bundesweit – anonyme-spieler.de
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 – kostenlos, rund um die Uhr, auch für Angehörige.
- Fachambulanzen: lokale Suchtberatungsstellen in jeder größeren Stadt, meist ohne Termin erreichbar.
Angehörige unterstützen
Wenn du dir Sorgen um jemanden im engen Umfeld machst, ist der wichtigste Schritt ein ehrliches, wertfreies Gespräch – ohne Vorwürfe, ohne Ultimaten. Konkrete Beobachtungen helfen mehr als allgemeine Anschuldigungen: „Ich habe gemerkt, dass du in den letzten Wochen viel weniger Zeit für deine Familie hast" ist wirksamer als „Du spielst zu viel". Angebote wie die BZgA-Beratungshotline stehen ausdrücklich auch Angehörigen offen und geben konkrete Handlungsempfehlungen für schwierige Situationen. Finanzielle Sicherheit sollte parallel wiederhergestellt werden: getrennte Konten, gesperrte Kreditkarten und ein klarer Ausgabenrahmen sind praktikable Sofortmaßnahmen.
Jugendschutz
Glücksspiel ist in Deutschland ausschließlich Personen ab 18 Jahren erlaubt. Eltern und Erziehungsberechtigte sollten Kindern keinen Zugang zu Zahlungsmitteln geben und Jugendschutzsoftware wie „Jusprog" oder „Salfeld" auf Familiengeräten installieren. Bei Verdacht auf Zugriff durch Minderjährige informiere sofort die Casino-Betreiber – die Konten werden umgehend gesperrt.
